Freiberg, Burgstraße 20/22
 

 

Freiberg - Bürgerhaus Burgstraße 20/22 - Thielesches Haus

Das Bürgerhaus in der Burgstraße 20/22 befindet sich im Nikolaiviertel, an der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung der Freiberger Altstadt. Es war das Haupthaus eines Gebäudekomplexes, zu welchem ein Seitengebäude zur Thielestraße (früher mit einem Pferdestall), ein Hintergebäude und ein Wasserhaus zählten.
1776 erwarb der Kammerrat, Kaufmann und Fabrikant Christoph Heinrich Thiele das Grundstück und errichtete darauf 1780/81 unter Einbeziehung älterer Bausubstanz eine neue spätbarocke Wohn- und Fabrikanlage. Neben seiner Wohnung beherbergte das Haus auch eine leonische Fabrik zur Herstellung von Feindrähten. Nach der Übernahme des Hauses durch den Berliner Wilhelm Röseler wurden 1876 auch die Thielschen Wohnräume bis 1886 als Fabrikräume genutzt. 1886 wurde das Grundstück aufgeteilt in Burgstraße 20/22 und Thielestraße 2b.
Bis zu den Jahren 2001/2002 waren im Haus verschiedene Läden untergebracht. Erst zu dieser Zeit fand eine umfassende Sanierung statt, wobei die Hinterhäuser abgebrochen und neue Geschäfte im Erdgeschoß eingerichtet wurden. Dabei wurden auch eine aus dem 16. Jahrhundert stammende profillierte Holzbalkendecke und eine Lehmschlagdecke im Erdgeschoß restauriert.
Im Innern des Hauses ist die dreiläufige Treppenanlage mit einem hölzernen Geländer bemerkenswert.
Das Thielsche Haus ist das bedeutendste spätbarocke Profanbauwerk Freibergs. Hier weilte auch mehrmals die sächsische Königsfamilie bei ihren Aufenthalten in Freiberg.
 
  Besitzer des Bürgerhauses Burgstraße 20/22:
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1776 Kammerrat, Kaufmann und Fabrikant Christoph Heinrich Thiele
1876 der Berliner Wilhelm Röseler übernahm das Anwesen
1928 im Thielschen Haus wurde das Konfektionshaus "Goldene 24" (wegen der damaligen Hausnummer 24) ein
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1970 - 1980 die "Jugendmode" hatte ihr Domizil im Haus
bis 2002 verschiedene Händler
2002 umfangreiche Rekonstruktionen
 
 
 
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