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Die Entstehung des Erzgebirges (7)

7. Stadium
 
 

3. Dehnung des variszischen Gebirges:

Die Phase der Dehnung des variszischen Gebirges dauerte vom Karbon bis zum Perm. Durch die vorangegangene variszische Kollision war die kontinentale Kruste im Bereich des Gebirges stark verdickt worden und reichte bis tief in den Mantel hinein, was ein statisches Ungleichgewicht zur Folge hatte. Das Ungleichgewicht ist dadurch begründet, dass die kontinentale Kruste viel leichter ist als der Mantel, in den sie durch die Gebirgsbildung hineinragt. Der daraus folgende Auftrieb der Kruste verursachte ein Auseinandergleiten der aufgestapelten Gebirgsdecken. Durch diesen Prozess wurde das statische Gleichgewicht zwischen Kruste und Mantel wiederhergestellt. Damit waren auch intensive magmatische Vorgänge verbunden, die zur Bildung großvolumiger Vulkanite und Plutonite führten. Auch heute noch kann man aus dieser Zeit stammende Granite und Rhyolite überall in Sachsen auffinden. Die größte Einheit bildet der Nordwestsächsische Vulkanitkomplex zwischen Leipzig und Rochlitz. Durch die Krustendehnung wurde außerdem der tektonische Aufstieg von Metamorphiten und Magmen begünstigt und die oberflächennahe spröde Kruste wurde vielfach gebrochen (Grabenbrüche). In jener Zeit liegen auch die Ursprünge der Silbererzgänge, welche die Entwicklung der Region Freiberg so sehr beeinflusst haben.
 
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letzte Änderung: 11/03
Grafik & Text: Katrin Sieron
Quelle: U.Sebastian
Gestaltung: B.Bicher