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Geologischer Lehrpfad Teil 1 Hospitalwald - Oberschöna

 

Station 27: ehemalige Grube "Unverhoffter Segen Gottes"



Profil - Grube Unverhoffter Segen Gottes mit Radstube
Abb.9: Profil - Grube Unverhoffter Segen Gottes mit Radstube
  Bereits in den Jahren 1973-1975 wurde die 1790-1792 erbaute Radstube der Grube "Unverhoffter Segen Gottes" vom VEB Bergsicherung Schneeberg zur Besichtigung hergerichtet. Seit 1991 wird die Schauanlage von der Historischen Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft e.V.* gepflegt und betreut. Die folgenden Grubenbaue sind noch zu besichtigen: die Abzugsrösche, der Schachtbereich, die Radstube und zwei Abbaubereiche. In der sogenannten "Steigerstube", einem gegenüber dem Stolln gelegenen Raum, kann man weiteres Anschauungsmaterial zur Geschichte und zur Anlage finden.
Eine Besichtigung ist jeweils am 1. Sonntag im Juli zum Tag des Berg- und Hüttenwesens oder mit Voranmeldung beim Verein* möglich.

Die geologische Situation im Bereich der Radstube ist durch einen Erzgang der edlen Quarzformation, welche der kb-Formation sehr ähnelt, charakterisiert. Dieser Erzgang, als Anfang des Glücks Spat bezeichnet, durchschlägt den äußeren Freiberger Graugneis und beeinflußte ihn sehr stark durch tektonische Zerrüttung und hydrothermale Zersetzung. Der Erzgang weist ein Generalstreichen von etwa 130° auf und fällt mit etwa 60° nach SW, zur Striegis hin, ein (vgl. Abb.9).
Der Kunstschacht wurde im Einfallen des Erzganges geteuft, d.h. er ist tonnlägig. Im Kunstschacht befanden sich die sogenannten Kunstsätze (Pumpen), welche durch das dahinterliegende Kunstrad über ein hölzernes Gestängesystem betrieben wurden. Über den ebenfalls tonnlägigen Haspelschacht, direkt neben dem Kunstschacht, erfolgte die Erzförderung. Das Wasser zum Betreiben des Kunstrades wurde über einen 4,4 km langen Kunstgraben vom Thelersberger Stolln herangeführt. Anschließend wurde das Wasser über den Stolln, der gleichzeitig als Abzugsrösche diente, in den Abzugsgraben der Erzwäsche und danach in die Striegis geleitet.

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letzte Änderung: 04/04
Redaktion: B.Bicher
Gestaltung: B.Bicher