Logo Geo- und Umweltportal Freiberg

Home
Stadt Freiberg
Geologie
Bergbau
Umwelt
nützliche Links
Aktuelles
Fachwörterbuch
Sitemap
Impressum
Kontakt

 Zeittafel |  Entstehung des Erzgebirges |  Die Welt der Gesteine |  Geologische Lehrpfade |  Literatur

Geologischer Lehrpfad Teil 1 Hospitalwald - Oberschöna

 

Station 3: Oberer Forstweg

 
  Blick auf die "Hohe Esse" von Halsbrücke
Blick auf die "Hohe Esse" von Halsbrücke
  Wir setzen den Weg in Richtung Waldbad "Großer Teich" fort. Der Obere Forstweg verläuft in etwa 465m Höhe fast horizontal. An dieser Stelle kann man sich die große Verebnungsfläche des Erzgebirges, welche leicht nach Norden abfällt, gut vorstellen. In nördlicher Richtung ist die 140m hohe "Hohe Esse" von Halsbrücke zu sehen.  
  Vor der Grenze zum Hospitalwald, im Gelände kaum zu erkennen, verläuft die Wasserscheide zwischen Striegis und Freiberger Mulde. Das Oberflächenwasser des Hospitalwaldes fließt zur Striegis, in der anderen Richtung fließt es über den Wasserberg (kanalisiert) in die Freiberger Mulde.  
  An dieser Stelle befinden wir uns etwa im Zentrum der Freiberger Gneiskuppel (vgl. geologische Karte), wobei vorwiegend der "Freiberger Kerngneis" bzw. "Innerer Graugneis" anzutreffen ist. Aufgrund der fortgeschrittenen Verwitterung sind größere Lesesteine von Gneis kaum zu finden. Auf den Feldern können Quarzit- und Quarzitschieferbrocken gefunden werden, welche auf die quarzitischen Einlagerungen im Gneis hinweisen.
 
 

Station 4: "Großer Teich"

 
  Darstellung einer Wasserfassung
Abb.1: Darstellung einer Wasserfassung

Waldbad "Großer Teich"
Waldbad "Großer Teich"
  Der Lehrpfad führt nun in den Hospitalwald. Dieser umfaßt etwa eine Fläche von 4,5 km2 und gehörte teilweise zum Besitz des Freiberger Hospitals St. Johannis, welches 1224 südwestlich vor der Freiberger Altstadt gestiftet wurde.
Über dem Freiberger Gneis findet man in diesem Gebiet zum Teil eine mächtige Schicht Schwemmlehm. Der Lehm wurde vorwiegend im östlichen Teil des Hospitalwaldes abgebaut (siehe Station 5). Aufgrund der großen Staunässe ist der Boden von minderer Qualität. Deshalb wird dieses Gebiet hauptsächlich forstwirtschaftlich genutzt. In Sammelschroten (Abb.1) wurde das reichliche Wasser über Sickerstränge zusammengezogen und für die Trinkwasserversorgung der Stadt bereitgestellt.
 
Der Wasserwirtschaft kam im Bergbau seit jeher eine große Bedeutung zu. So wurden auch im Hospitalwald als Wasserreservoir für den Bergbau mehrere Stauteiche im Einzugsbereich der Striegis angelegt. Der "Große Teich" wird heute als Waldbad und der Mittelteich zur Fischzucht genutzt. Durch geschickte Grabenführung konnte so das Wasser der Striegis über die Wasserscheide hinweg nach Freiberg geleitet werden.

 
 
 
 
Start vorherige Seite nächste Seite letzte Seite  
 
  Station: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31  
 

letzte Änderung: 04/04
Redaktion: B.Bicher
Gestaltung: B.Bicher