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Geologischer Lehrpfad Teil 1 Hospitalwald - Oberschöna

 

Abstecher zum Mundloch des "Neuer Segen Gottes" Stolln

Mundloch Informationstafel   Wir überqueren die Straße Linda-Oberschöna und gehen auf der rechten Seite der Striegis am Ufer entlang bis zu einer kleinen Brücke. Auf der linken Seite kann man bereits das Mundloch des "Neuer Segen Gottes" Stollns sehen. Der 6,6 km lange Stolln diente als Entwässerungsstolln der Gruben in Himmelsfürst und Linda. Etwas unterhalb des Mundloches münden die Grubenwässer in die Striegis. Der braunrote Schlamm auf dem Boden des Gewässers weist auf Stollnwasser hin, dessen Eisengehalt bei Luftzutritt ausgefällt wird. Eine Schautafel liefert weitere Informationen.
 
 
 

Station 16: Thelersberger Stolln

Wasseraustritt des Thelersberger Stollns
Wasseraustritt des Thelersberger Stollns
  Der Weg führt nun Richtung Oberschöna auf dem rechten Ufer der Striegis weiter zum Thelersberger Stolln, der wichtigste und umfangreichste Entwässerungsstolln des Brander Bergbaureviers. Wir erreichen zuerst den Wasseraustritt des Stollns. Etwa 50 bis 100 Liter/Minute Wasser treten hier zu Tage und fließen ca. 30 m unterirdisch durch eine Rösche weiter in die Striegis. Um 1800 wurde das Wasser des Thelersberger Stollns zum Betreiben des Wasserrades der Erzgrube "Unverhofft Segen Gottes" genutzt (s. Station 27). Über einen 4,4 km langen Kunstgraben wurde das Wasser bis zur Radstube in Oberschöna geleitet. Das Wasser des Stolls konnte wahlweise auch in einen Mühlgraben und in die Striegis geleitet werden. So konnte das Wasser auf vielfältige Weise von den Mühlen oder als Aufschlagwasser genutzt werden. Der Thelersberger Stolln verlor seine Bedeutung durch den Bau des Rothschönberger Stollns sowie durch den Niedergang des Erzbergbaus am Ende des 19.Jahrhunderts.
Etwa 30m vom Wasseraustritt entfernt auf etwas höherem Niveau befindet sich das Mundloch des Thelersberger Stollns. Der Stolln wurde um 1520 in Ost- bzw. Südostrichtung im Stollnspat, einem Gang ohne klaren Formationscharakter, vorangetrieben. Der sonst sehr feste Gneis war im Bereich dieses Ganges zerrüttet und zersetzt. Die Gesamtlänge des Thelersberger Stollns einschließlich seiner Stollnflügel beträgt mehr als 50km.
 
 
  Mundloch des Thelersberger Stollns
Mundloch des Thelersberger Stollns
  Informationstafel
Informationstafel
 
 
 
 
 
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letzte Änderung: 04/04
Redaktion: B.Bicher
Gestaltung: B.Bicher