
Wasseraustritt des Thelersberger Stollns |
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Der Weg führt nun Richtung Oberschöna auf dem rechten Ufer der Striegis weiter zum Thelersberger Stolln, der wichtigste und umfangreichste Entwässerungsstolln des Brander Bergbaureviers. Wir erreichen zuerst den Wasseraustritt des Stollns. Etwa 50 bis 100 Liter/Minute Wasser treten hier zu Tage und fließen ca. 30 m unterirdisch durch eine Rösche weiter in die Striegis. Um 1800 wurde das Wasser des Thelersberger Stollns zum Betreiben des Wasserrades der Erzgrube "Unverhofft Segen Gottes" genutzt (s. Station 27). Über einen 4,4 km langen Kunstgraben wurde das Wasser bis zur Radstube in Oberschöna geleitet. Das Wasser des Stolls konnte wahlweise auch in einen Mühlgraben und in die Striegis geleitet werden. So konnte das Wasser auf vielfältige Weise von den Mühlen oder als Aufschlagwasser genutzt werden. Der Thelersberger Stolln verlor seine Bedeutung durch den Bau des Rothschönberger Stollns sowie durch den Niedergang des Erzbergbaus am Ende des 19.Jahrhunderts.
Etwa 30m vom Wasseraustritt entfernt auf etwas höherem Niveau befindet sich das Mundloch des Thelersberger Stollns. Der Stolln wurde um 1520 in Ost- bzw. Südostrichtung im Stollnspat, einem Gang ohne klaren Formationscharakter, vorangetrieben. Der sonst sehr feste Gneis war im Bereich dieses Ganges zerrüttet und zersetzt. Die Gesamtlänge des Thelersberger Stollns einschließlich seiner Stollnflügel beträgt mehr als 50km. |