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quarzarmer Porphyr und Quarzporphyr in Decken und Gängen

  Quarzarme Porphyre (ca.72% SiO2) - neuere Bezeichnung Rhyolith - sind im Tharandter Wald flächenmäßig weit verbreitet, ihre Mächtigkeit ist im einzelnen nicht bekannt. Sie werdern dem Oberkarbon zugerechnet (nach PIETSCH 1963, MOESTA 1923), da sie als Gerölle im tiefen Unterrotliegenden des Döhlener Beckens auftreten. Eine andere Ansicht vertritt SCHWAB, seiner Meinung nach bildeten sich die Porphyre im Tharandter Wald gleichzeitig mit der Absenkung des Döhlener Beckens im Unterrotliegenden. Er begründet seine Meinung auf eingehende Untersuchungen (1962) der Klüftung eines Porphyr-Steinbruches bei Grund (Ortsteil von Mohorn).
 
fächerartiger Porphyr   Dieser Steinbruch liegt ca. 400m östlich des Nordrandes von Grund am Nordhang eines vom Landberg herabziehenden Tales und wurde bereits 1851 beschrieben. Die Nordwand des Bruches ist durch eine fächerförmige, säulige Ausbildung des Gesteins gekennzeichnet.
  Quarzporphyr
  Der Porphyr liegt als Deckenerguß vor. Die Förderspalte lag noröstlich des Steinbruches. Von hier aus bewegte sich die Lava in breitem Strom südwärts und füllte entweder eine Hohlform an der Geländeoberfläche aus oder intrudierte oberflächennah als Lagengang. Die Fächerstellung der Säulen entstand durch Abkühlung der Lava in einem engen Hohlraum. Das rotbraune bis grauviolette Gestein weißt häufig Fluidal- (Fließ-) Texturen auf, in der meist dichten Grundmasse liegen Einsprenglinge von Feldspat, Quarz und Biotit.
Auf dem quarzarmen Porphyr lagerte sich in Teilen des Tharandter Waldes später Quarzporphyr (ca. 75% SiO2)ab.
 
 
Unter Porphyr versteht man allgemein solche Eruptivgesteine, die in einer dichten oder sehr feinkörnigen Grundmasse zahlreiche größere Kristalle oder Kristalltrümmer in ziemlich gleichmäßiger Verteilung eingeschlossen halten und deshalb auf Schliffflächen ein getüpfeltes oder gesprenkeltes Aussehen haben. Der verbreiteste ist der quarzführende oder Felsitporphyr. Seine Grundmasse ist ein Gemenge aus Feldspat und Quarz, die eingestreuten Körner oder Kristalle sind isolierter Feldspat oder Quarz.  
 
 
 
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letzte Änderung: 07/04
Redaktion: B.Bicher
Gestaltung: B.Bicher