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Energie

Energie kann nicht aus dem Nichts entstehen und kann auch nicht verloren gehen, Energie wird stets nur umgewandelt. Auf der Erde werden drei Primärquellen für die Energie unterschieden:
  • Sonneneinstrahlung (durch die Sonne frei gesetzte Energie)
  • Erdwärme (kontinuierlicher Wärmestrom vom Erdkern (mit einer Temperatur von 5.000°C bis 6.000°C) zur Erdoberfläche; Wärmeenergie, welche beim Zerfall radioaktiver Isotope, die in der Erde enthalten sind, freigesetzt wird. )
  • Planetengravitation und Planetenbewegung (Gravitation)
 
Energiequellen
Dabei sind die Möglichkeiten der Nutzung der Solarstrahlung am weitesten fortgeschritten.
In Deutschland sind die fossilen Energieträger (Minralöl, Steinkohle, Erdgas, Braunkohle) und die Kernenergie nach wie vor bestimmend. Die Vorräte an fossilen Brennstoffen sind nur begrenzt. Nach einer Studie der Royal Dutch/Shell Gruppe (6) sind Erdöl ca. 45 Jahre, Erdgas ca. 70 Jahre, Steinkohle ca. 150 Jahre, Braunkohle ca. 65 Jahre und Uran ca. 50 Jahre wirtschaftlich abbaubar. Voraussichtlich wird sich der Energiebedarf jedoch in dieser Zeit um das zwei- bis dreifache erhöhen. Gründe dafür sind die fortschreitende Industrialisierung und Mechanisierung sowie das weitere Wachstum der Weltbevölkerung.
Regenerative Energien (Biomasse, Wind- und Wasserkraft) haben in Deutschland nur einen Anteil von ca. 2,8%.
Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen 2002

In Zukunft ist eine verstärkte Nutzung der regenerativen Energien unumgänglich. Es müssen Vorraussetzungen geschaffen werden, um das vorhandene Energiepotential der Sonne zu nutzen. Die Umwandlung der Sonnenenergie auf der Erde erfolgt in geschlossenen Stoff-Kreisprozessen, die der Erde von der Sonne zufließende Energie wird nach mehrfacher Umwandlung durch Strahlung an den Weltraum wieder abgeführt. In geschlossenen Stoffkreisläufen geht keine Masse verloren.
Sonnenenergie tragenden Stoffkreisläufe sind:
  • Kohlenstoff-Kreisprozess
    - durch Licht angetriebener chemischer Kohlenstoff - Wasserstoff - Sauerstoff - Kreisprozess mit den Prozessstufen 'Photosynthese' und 'Verrottung' sowie den Zwischenprodukten 'Biomasse', 'Kohlendioxid' und 'Wasser'.
    Beispiel: Holz - so lange ein Baum lebt, bindet er chemisch Sonnenlicht und Kohlendioxid. Das Kohlendioxid wird wieder freigegeben, wenn das Holz des Baumes verbrannt wird oder im Wald verrottet. Die Menge bleibt dabei gleich und neue Bäume nehmen dieses Kohlendioxid wieder auf. Es entsteht ein natürlicher geschlossener Kreislauf.
    Im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen, stammt das Kohlendioxid somit nicht aus vergangenen Erdzeitaltern. Beim Einsatz von Biomasse wird kein Kohlendioxid in der Atmosphäre akkumuliert und es findet auch keine weitere Erwärmung der Atmosphäre statt.
  • thermischer Luft- und Wasser - Kreisprozess
    - angetrieben durch natürliche Temperaturdifferenzen mit den Zwischenprodukten Wind- und Wasserkraft
 
Geothermie   Biomasse, Geothermie, Solarenergie, Wasserkraft und Windenergie sind die wichtigsten erneuerbaren Energien der Zukunft. Je nach Tages- und Jahreszeit sind sie allerdings unterschiedlich gut verfügbar und zum Teil extremen Schwankungen unterworfen. Grundlastfähig sind nur Biomasse, Geothermie und Wasserkraft.
Insbesondere die Geothermie ist in der Öffentlichkeit kaum bekannt. Die Geothermie nutzt die Erdwärme, die im Erdinneren durch den Zerfall der Isotopen von Uran, Thorium und Kalium entsteht als regenerative Energiequelle. Das Geothermie Potenzial ist sowohl zur Erzeugung von Nutzwärme als auch von Strom einsetzbar. Die Wärme- und Stromgewinnung ist unabhängig von tages- und jahreszeitlichen Schwankungen. Deshalb eignet sich die Geothermie hervorragend zur Deckung der elektrischen Grundlast und als Ausgleich zu der mit extremen Schwankungen behafteten Sonnen- und Windenergie.
Im Auftrag des Bundesumweltministeriums wurde eine Studie "Ökologisch optimierter Ausbau der erneuerbaren Energien" vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR, Stuttgart), dem Institut für Energie- und Umweltforschung (IFEU, Heidelberg) und dem Wuppertal Institut für Klima, Energie und Umwelt (WI) in fast dreijähriger Arbeit erstellt. Die Ergebnisse sind vorerst in einer 50 Seiten umfassenden Kurzfassung (536 KB) vorgestellt worden.

Alternative Energieformen in Freiberg (bitte anklicken)

Bis zum Jahr 2015 will Freiberg sich zur "Energiestadt" entwickeln. Die Vision, der bisherige Stand und ein möglicher Weg dorthin wurden von Steffen Judersleben, dem Leiter des Arbeitskreises Energie der Agenda21, auf dem Treffen des Freiberger Energiestammtisches am 26.Januar 2004 vorgestellt. Hier können Sie den interessanten Vortrag ansehen.
Auf dem Gebiet der regenerativen Energie engagieren sich besonders der Arbeitskreis Energie der Freiberger Agenda21. und die Mitglieder des Vereins IRES (Initiative für Regenerative Energien in Sachsen).

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letzte Änderung: 07/04
Redaktion: B.Bicher
Gestaltung: B.Bicher
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